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Ratgeber · Aktualisiert am 5. November 2026 · 5 Min. Lesezeit

Bling erklärt: die Prepaid-Taschengeldkarte für Kinder und Jugendliche

Wie Bling Card und App für Kinder von 7 bis 17 Jahren funktionieren, was Lite, Plus und Max kosten, welche Gebühren anfallen und wie Ihr Geld verwahrt wird.

Bling ist eine Berliner App mit Prepaid-Mastercard, mit der Kinder ab 7 Jahren selbst bezahlen, während die Eltern die Regeln festlegen. Bling ist kein Bankkonto: Das Abo kostet ab 3,99 € im Monat (35,88 € im Jahr mit Lite), und mit der Karte sind keine Schulden möglich.

Was Bling ist

Die Bling Services GmbH ist ein 2021 gegründetes Unternehmen aus Berlin. Ihr Hauptprodukt ist die Bling Card, eine Prepaid-Mastercard für Kinder und Jugendliche. Gesteuert wird alles in einer App mit zwei Ansichten: dem Elternmodus mit allen Einstellungen und dem Kindermodus mit Guthaben, Käufen und Spartöpfen.

Bling ist keine Bank. Das E-Geld-Konto und die Karte stellt die Treezor SAS bereit, ein E-Geld-Institut in Paris, das bei der französischen Aufsicht ACPR registriert ist (Nummer 16798) und zur Gruppe der Société Générale gehört. Bling ist E-Geld-Distributor von Treezor; für das Konto schließen Sie einen eigenen Vertrag mit Treezor.

Website und App sind auf Deutsch, das Angebot richtet sich an Familien in Deutschland. Ein Konto bei einer bestimmten Bank brauchen Sie nicht: Eltern laden die Karte von ihrem bestehenden Konto auf.

Für wen Bling gedacht ist

  • Kinder von 7 bis 12 Jahren: die Taschengeldkarte für Kinder, mit engeren Standardlimits.
  • Jugendliche von 13 bis 17 Jahren: die Karte für Jugendliche, mit mehr Freiheiten. Apple Pay und Google Pay gibt es ab 16 Jahren, nach den Altersregeln von Apple und Google.
  • Erwachsene: Laut Bling können auch Eltern selbst eine Karte nutzen, etwa auf Reisen.

Das Mindestalter für das Bezahlen mit der Bling Card ist 7 Jahre.

So funktioniert die Karte

Jede Bling Card ist eine Prepaid-Mastercard mit eigener IBAN. Familie, Freunde oder ein Arbeitgeber können also von jedem Bankkonto Geld darauf überweisen. Die Karte funktioniert überall, wo Mastercard akzeptiert wird, im Geschäft, online und im Ausland, sobald die Eltern ihre Identität in der App bestätigt haben.

Weil die Karte Prepaid ist, kann ein Kind nur ausgeben, was darauf ist: Es gibt keinen Dispo und keine Möglichkeit, Schulden zu machen.

Eltern legen für jede Karte fest:

  • ein wöchentliches Ausgabelimit (bei der Kinderkarte standardmäßig 50 € pro 7 Tage, erhöhbar bis 3.000 €),
  • ein eigenes Limit für Bargeldabhebungen oder gar kein Bargeld,
  • ob kontaktlose, Online- und Auslandszahlungen erlaubt sind, jeweils einzeln,
  • Benachrichtigungen in Echtzeit bei jedem Kauf; die Karte lässt sich jederzeit in der App sperren.

Wenn das Vertrauen wächst, blendet der Vertrauensmodus Händlerdetails für die Eltern aus, beendet die Live-Benachrichtigungen und kann dem Kind erlauben, Geld an Freunde zu senden.

Tarife und Preise

Bling berechnet ein Abo, monatlich oder jährlich. Das sind die Preise aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis von Bling (Stand 30. Juli 2026):

LitePlusMax
Monatsabo3,99 €5,99 €9,99 €
Jahresabo35,88 € (2,99 €/Monat)59,88 € (4,99 €/Monat)99,99 €
Kartenmotive (Harry Potter, Batman und andere)Nicht enthaltenErste Karte inklusiveInklusive
Spartöpfe für KinderInklusiveInklusiveInklusive
Spartöpfe, Familienplaner, Einkaufslisten für ElternNicht enthaltenInklusiveInklusive
Zahlungen in Fremdwährung2 %2 %Ohne Gebühr
Ersatzkarte9,99 €9,99 €Inklusive

Die Startseite von Bling wirbt für Max mit „ab 8,25 €“ im Monat; im Preisverzeichnis stehen 99,99 € im Jahr. Jede weitere Karte für ein weiteres Kind ist ein eigenes Zusatzabo für 3,99 € im Monat oder 35,88 € im Jahr. Kündigen können Sie in der App jederzeit bis einen Tag vor Ablauf der Laufzeit.

Weitere Gebühren

Das Preisverzeichnis nennt außerdem diese Entgelte:

  • Kartenversand: 4,99 € pro versendeter Plastikkarte.
  • Aufladen per Kreditkarte: Die erste Aufladung im Monat ist inklusive, jede weitere kostet 1,65 % des Betrags. Aufladen per Überweisung ist inklusive.
  • Auszahlung auf Ihr Bankkonto: 1 € pro ausgehender SEPA-Überweisung.
  • Inaktive Accounts mit Guthaben (10 Monate keine Karte mit aktivem Abo verbunden): bis zu 30 € im Jahr.
  • Beanstandung einer Kartenzahlung: 25 €.

Kartenzahlungen in Euro kosten bei Bling keine Gebühr, im Inland wie im Ausland.

Lernfunktionen

Bling ist darauf ausgelegt, Kindern den Umgang mit Geld beizubringen, und hat die App nach eigenen Angaben mit Pädagoginnen und Pädagogen entwickelt:

  • Taschengeldplaner: regelmäßiges Taschengeld automatisch auf die Karte.
  • Spartöpfe: Kinder setzen sich eigene Ziele und legen Geld zurück.
  • Aufgabenplaner: Aufgaben im Haushalt oder Hausaufgaben mit Belohnungen verbinden.
  • Bling Skills: kurze Lektionen, Quizze und Belohnungen in der App.

Außerdem bietet Bling den „Sparbaum“ zur Geldanlage an, verwaltet von der Evergreen GmbH. Geldanlagen sind mit Risiken verbunden, Verluste sind möglich; der Sparbaum ist ein eigenes Produkt neben der Karte.

Ist Ihr Geld geschützt?

Guthaben auf der Bling Card ist E-Geld bei Treezor, keine Bankeinlage. Bling gibt an, dass das Guthaben auf einem getrennten Konto bei einer Partnerbank verwahrt wird, die der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt, und dass diese im Insolvenzfall der Bank bis 100.000 € je Kunde greift.

Allgemein schützen E-Geld-Institute Kundengelder durch Sicherung (Safeguarding): Sie halten sie getrennt vom eigenen Vermögen, statt sie über eine Einlagensicherung für jeden Kunden abzusichern. Den Unterschied erklärt unser Ratgeber Ist mein Geld bei einer Neobank sicher? Bei einer Taschengeldkarte geht es meist um kleine Beträge; größere Ersparnisse gehören aber nicht darauf.

Lohnt sich Bling?

Bling passt zu Eltern in Deutschland, deren Kind mit Karte bezahlen und mit einer App lernen soll, während Limits und der Blick auf jeden Kauf erhalten bleiben. Das Lite-Jahresabo ist mit 35,88 € im Jahr der günstigste Einstieg. Plus bringt vor allem Kartenmotive und Funktionen für Eltern; Max lohnt sich vor allem, wenn Ihr Teenager oft in Fremdwährungen bezahlt.

Vergleichen Sie vor dem Abschluss die Jahreskosten mit einem kostenlosen Jugendkonto bei Ihrer eigenen Bank, das oft weniger Kontrollmöglichkeiten und keine Lernfunktionen hat. Wenn Ihre Familie nach Deutschland zieht, lesen Sie Bankkonto in Deutschland eröffnen als Expat. Für Reisen gilt unser Ratgeber Auslandsgebühren mit der Karte vermeiden auch für Jugendliche.

Die Tarife finden Sie auf der Website von Bling (Affiliate-Link, Anzeige: Wenn Sie sich darüber anmelden, erhalten wir ggf. eine Provision; an Ihrem Preis und an unserer Bewertung ändert das nichts).

Quellen

Preise und Funktionen geprüft am 5. November 2026.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ist keine Finanzberatung. Gebühren, Funktionen und Verfügbarkeit ändern sich. Prüfen Sie daher vor der Kontoeröffnung die Website des Anbieters. Lesen Sie, wie wir Anbieter vergleichen, und unseren Hinweis zu Partnerlinks.

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